Alte Spiele – neu entdeckt: Hüpf- und Springspiele

Der Sommer und mit ihm das sonnige Wetter machen Lust auf Bewegung in der Natur. Hier daher einige Anregungen zu Hüpf- und Springspielen. „Sackhüpfen“, „Bockspringen“, „Seilspringen“ und „Tempelhüpfen“ fallen sicher Vielen ein, wenn man danach fragt, welche Springspiele früher gespielt wurden.

Springschnurspringen

Springschnurspringen kann man allein und auch mit mehreren zusammen. Zwei Kinder schwingen ein langes Seil und die anderen Kinder versuchen nacheinander in das schwingende Seil hineinzugelangen, zu hüpfen und wieder hinauszulaufen. Dabei können Verse aufgesagt werden, die die Übungen beschreiben und die ausgeführt werden sollen, wie zum Beispiel:

Teddy Bär, Teddy Bär, dreh‘ dich um,
Teddy Bär, Teddy Bär, mach‘ dich krumm,
Teddy Bär, Teddy Bär, auf ein Bein,
Teddy Bär, Teddy Bär, das ist fein,
Teddy Bär, Teddy Bär, bau‘ ein Haus,
Teddy Bär, Teddy Bär, geh‘ nach Haus

Tempelhüpfen/ Himmel und Hölle

Dieses sehr alte Spiel ist in vielen verschiedenen Varianten mit vielen verschiedenen Regeln und Spielfeldern über die ganze Welt verbreitet. Das Spiel kann sowohl allein als auch in der Gruppe gespielt werden. Benötigt wird nur ein auf den Boden gezeichnete Spielfeld und ein flacher Stein. Der Stein wird von Startfeld, das oft auch „Erde“ heißt, auf das Feld 1 geworfen und dann wird einbeinig losgehüpft, wobei das ganze Spielfeld in einem Zug absolviert werden muss. Das Feld in dem der Stein liegt wird übersprungen. In manchen Varianten  muss auf den Feldern 4 /5 und 7/ 8 beidbeinig oder überkreuz gelandet werden. Das Hölle-Feld wird übersprungen, um im Himmelfeld zu landen, dort darf man kurz rasten. Auf dem Rückweg zum Erde-Feld wird der Stein mitgenommen. Bei jeder Runde wird der Stein ein Feld weiter geworfen. Macht man einen Fehler (der Stein landet nicht auf dem richtigen Feld, beim Hüpfen berühren beide Beine den Boden, es wird die Linie berührt oder man landet in der Hölle) dann kommt der Nächste dran.

Gummihüpfen

Zwei Kinder stellen sich mit dem Gesicht zueinander in ca. 2 m Entfernung auf. Den zusammengekoteten Hosengummi (ca.3 m lang) legen sie so um ihre Beine, dass er leicht gespannt ist. Ein dritter Mitspieler hüpft nun in, auf oder zwischen diesem Gummiband nach einer vorher festgelegten Abfolge. Gelingt ihm der fehlerfreie Ablauf, so wird der Schwierigkeitsgrad erhöht. Das Gummiband wird dabei vom Knöchel aus bei jedem Schwierigkeitsgrat ein Stück höher gerutscht oder es werden die Beine enger oder weiter gestellt. Wird ein Fehler gemacht, so ist das nächste Kind an der Reihe. Beim Springen können Verse aufgesagt werden, die auch die Sprungkombinationen beschreiben, z.B.: „Seite, Seite, Mitte, Breite, – Seite, Seite, Mitte, Raus“ oder „In einer Badewanne saß eine dicke Dame, dicke Dame lachte Badewanne krachte.“

Häschen in der Grube

In diesem Spiel für jüngere Kinder hockerln alle Kinder in einem Kreis. Das Häschen hockt in der Mitte des Kreises, „in der Grube“ und hält sich die Augen zu. Alle singen gemeinsam das Lied:

Häschen in der Grube
saß- und schlief, saß- und schlief.
Armes Häschen bist Du krank,
dass du nicht mehr hüpfen kannst?
Häschen hüpf, Häschen hüpf, Häschen hüpf.

Das dritte „Häschen hüpf“ ist das Signal, dass alle Häschen in unterschiedlichen Richtungen davon hüpfen. Das Kind in der Mitte versucht hüpfend eines der anderen Kinder zu erwischen. Gelingt ihm das, so ist dieses Kind beim nächsten Mal das „Häschen in der Grube“.

Viel Vergnügen beim gemeinsamen Spielen!