Finanzkrise abgewendet?

SteuereintreiberEine drohende Finanzkrise wurde von den PolitikerInnen der Kinderstadt rechtzeitig erkannt. In der Sitzung beratschlagten die StadträtInnen über mögliche Maßnahmen, die ergriffen werden könnten, um die Bank der Kinderstadt nicht in die Pleite gehen zu lassen. Das würde den BürgerInnen sicher nicht gefallen, da dann keine Löhne mehr für die geleistete Arbeit ausgezahlt werden könnten. „Spenden für die Stadt sammeln“, war einer der Vorschläge. Wie war zu erklären, dass es gleichzeitig viele reiche BürgerInnen gab und in der Kassa der Bank wenig Geld war? Wie konnte man reiche BürgerInnen dazu bewegen, einen Teil ihreres Geldes für die Stadt herzugeben? An der Möglichkeit einer „Reichensteuer“ wurde gearbeitet. „Steuererhöhung“ war bei den PolitikerInnen ein nicht so populärer Vorschlag, da sie sich ja wieder der Wahl stellen mussten. Als erste Maßnahme wurde das Sparen attraktiver gemacht, damit das Geld wieder aus den Taschen der BürgerInnen aktiv in der Stadt verwendet werden konnte. Dazu musste ein Gesetz beschlossen werden, das von den Abgeordneten auch bestätigt wurde.

§ 10 Das neue Gesetz schreibt Sparbuchzinsen vor. Durch eine Einzahlungen auf das Sparbuch erhält man einmalig bei

50 Holli-Cent sparen – 3 Holli-Cent Zinsen
200 Holli-Cent sparen – 10 Holli-Cent Zinsen
400 Holli-Cent sparen – 30 Holli-Cent Zinsen

Dabei soll berücksichtigt werden, dass bis mindestens 2 Tage nach der Einzahlung ein Abhebeverbot besteht.

Die Maßnahme war eine von mehreren, da dadurch die Finanzkrise noch nicht in den Griff zu bekommen war. Gleichzeitig wurde von einem Bürger ein Volksbegehren gestartet und an Möglichkeiten gebastelt, wie ohne direkte Steuererhöhung doch mehr Steuern eingenommen werden konnten.

Im Stadtradio wurde sogar öffentlich darüber berichtet, dass die Finanzbeamten schon längere Zeit nicht mehr die Steuern eingehoben hatten und ein Aufruf an das Finanzamt gemacht, doch endlich einen Steuereintreiber vorbeizuschicken, damit man seine Steuern zahlen könnte. Das nahm der Finanzstadtrat zum Anlass, die Organisation des Finanzamts zu überprüfen.