ZeitzeugInnen in der Demokratiewerkstatt

„Wie kam es dazu, dass Österreich 1938 seine staatliche Unabhängigkeit verlor? Aus Anlass des 75. Jahrestages widmet die Demokratiewerkstatt der Annexion 1938 einen eigenen Schwerpunkt. Ziel ist es, jungen Menschen durch die Begegnung mit ZeitzeugInnen eine intensive Auseinandersetzung mit diesem historischen Ereignis, seiner Vorgeschichte und seinen Auswirkungen zu ermöglichen und Lehren für unser heutiges und zukünftiges Miteinander zu ziehen.“ (http://www.demokratiewebstatt.at/aktuelles/news/zeitreisewerkstatt-annexion-1938, Stand 10.März 2013)

Informationen von der Website der Demokratiewerkstatt:

Demokratiewerkstatt „Annexion 1938“

Am 12. März 2013 jährt sich der sogenannte „Anschluss“, die Annexion Österreichs an NS-Deutschland, zum 75. Mal. Diesen historischen Ereignissen und deren Kontext ist ein gänzlich neu konzipierter Workshop der „Demokratiewerkstatt“ im Parlament gewidmet. Damit leistet das Parlament, wie in den vergangenen Jahren mit Jugendprojekten im Vorfeld des Gedenktages gegen Gewalt und Rassismus, einen wichtigen Beitrag zur historischen Bildungsarbeit in Österreich.

Ziel ist es, jungen Menschen die Begegnung mit ZeitzeugInnen der Märztage 1938 in Österreich zu ermöglichen und aus dieser Begegnung Lehren für unser heutiges und zukünftiges Miteinander abzuleiten. Schon bald werden diese Gespräche, deren Eindringlichkeit nicht zu ersetzen ist, nicht mehr möglich sein.

Im Workshop der Demokratiewerkstatt zum Thema „Annexion 1938“ steht das Gespräch im Vordergrund. Im Plenum und in Kleingruppen haben die Jugendlichen Gelegenheit, ihre Fragen an die ZeitzeugInnen zu stellen. Eingebettet ist dieses Zusammentreffen in eine Vor- und Nachbereitung vor Ort, die durch entsprechende Angebote an die Lehrenden ergänzt wird. Zudem fließt Persönliches der ZeitzeugInnen wie Texte, Dokumente und Fotos in diese gemeinsame Arbeit ein.

Am Ende des Workshops entsteht ein Film, der die Reflexionen der Jugendlichen zu Themen wie „Jugend in autoritären Systemen und im Nationalsozialismus“, „Wirtschaftliche Situation der Menschen“, „Zerschlagung der Demokratie/Verlust der Grundrechte“ oder „Propaganda“ zeigt. Diese Fragen werden mit dem/der ZeitzeugIn ausführlich besprochen.

Inhaltlich begleitet werden die Workshops, an denen bislang unter anderen Käthe Sasso und Friedrich Zawrel teilgenommen haben, von der Historikerin Dr.in Ulrike Felber (z.B. Historikerkommission, KZ-Gedenkstätte und Zeitgeschichte Museum Ebensee, Lektorin Universität Wien).

Foto: Zeitreisewerkstatt – Annexion 1938 – mit dem Zeitzeugen Ari Rath © Parlamentsdirektion/Bildagentur Zolles KG/Mike Ranz